| Rapa Nui 1. Teil - Nachmittag auf der Isla de Pascua |
| escrito por Corinna | |
| Donnerstag, 02 de April de 2009 | |
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Auf der Suche nach Grillfleisch die Hauptstraße entlang schlendernd, erweckt es beinahe den Eindruck, als habe kürzlich ein Konzert stattgefunden, bei dem die Band FAHRENHEIT 212 das Publikum nicht nur unterhalten, sondern auf ganz eigene, nicht in Worte zu fassende Weise für sich eingenommen hat. Fasziniert und stolz begegnen den Jungs von FAHRENHEIT 212 immer wieder ihrem eigenen T-Shirt, getragen von einheimischen jungen Männern, die die weitgereisten Musiker vom anderen Ende der Welt mit einer Herzlichkeit und ehrlichen Freude begrüßen, als kennen sie sich schon seit Ewigkeiten. Aber beginnen wir von vorn. Seit ich die Band vor über 10 Jahren kennen gelernt habe, bin ich mittlerweile zu einer langjährigen Freundin geworden. So wurde mir das Glück zuteil, die Jungs auf ihrer Reise nach Chile und Rapa Nui begleiten zu dürfen und aus meiner Sicht wesentliche Erlebnisse in Worte zu fassen und euch zu präsentieren. Zwei Jahre dauerten die Vorbereitungen, um die Voraussetzungen für dieses kulturübergreifende Projekt zu schaffen. Das, was die "jungen" Musiker antreibt, ist die Lust, mit den einheimischen Künstlern in den Austausch zu treten.
Natürlich fielen die Jungs optisch etwas aus dem Rahmen und erregten dadurch bei Mitreisenden regelmäßig Aufmerksamkeit und Neugier. Das freundliche Wesen der harten Rocker brach die Barrieren, und die Interessierten stellten unverblümt ihre Fragen, die bei den Jungs niemals unbeantwortet bleiben. Im Zug zum Abflughafen wurden sogar die ersten vier Exemplare der erst im Mai zur Veröffentlichung anstehenden Single KA HOKI MAI an die Frauen und Männer gebracht, darunter auch einige schwäbische Landsleute, die ja ansonsten eher für ihre Sparsamkeit bekannt sind. Vielen Dank nach Ulm für die leckere Brotzeit! Unterwegs in Santiago de Chile führte der Versuch einer Stadtbesichtigung zunächst in eine gemütliche Kiezkneipe. Während sich die Fahrenheit 212-Familie (Band und Freunde) stärkten, wurde die Zeit zu einem ersten interkulturellen Austausch - insbesondere mit den attraktiven Kellnerinnen - genutzt, will heißen: die leeren Pitcher (Biereimer) auf dem Tisch mussten in immer kürzeren Abständen durch volle ersetzt werden. Die Erheiterung der Gruppe trug schnell zur allgemeinen bei. Mit Ausnahme zweier finster drein schauender Herren, die das Ganze offenbar nicht so unterhaltsam fanden und ihrem Unmut verbal Ausdruck verliehen. Sie wurden daraufhin nachdrücklich mit der geballten Frauenpower der Kellnerinnen der Räumlichkeit verwiesen. In Anbetracht dieser eindrucksvollen Einlage erklärten wir das Lokal zu unserer künftigen Stammkneipe in Santiago. Nach nur einer Übernachtung wurde die Reise zum eigentlichen Ziel fortgesetzt: der Osterinsel. Miha und Caro bereiteten uns einen herzlichen Empfang. Noch größer wurde die Freude, als jeder persönlich von wunderhübsch anzusehenden einheimischen jungen Frauen mit Blumenketten begrüßt wurden.
Dass die Rapa Nui stolz auf ihre Herkunft sind, bewiesen sie gleich am ersten Abend auf der Insel mit der vollen Ladung traditioneller Folklore: KARI KARI nennt sich sowohl die Folkloretanzgruppe als auch der Club, in dem wir deren spektakuläre Show erleben durften, und wo am folgenden Abend FAHRENHEIT 212 selbst auf der Bühne standen und abrockten.
Gerade diese kleinen Unzulänglichkeiten sind es aber, die ihren ganz eigenen Charme haben, und so konnten die Jungs im Nachhinein auch entspannt über das Erlebte schmunzeln, denn beim Publikum des gut gefüllten Clubs kam die Performance super an. Insbesondere Olis Bemühungen, die Gäste mit seinem begrenzten Rapa Nui-Vokabular zu unterhalten, wurden amüsiert honoriert. Zwei kleine Jungen kamen nach dem Konzert stolz mit CDs in der Hand und ihren Eltern zur Band und waren glückselig, Autogramme zu bekommen und sich zur Fotosession mit den Hardrockern in deren Mitte stellen zu können. Grenzenlos begeistert gehen nach dem Konzert die einheimischen Musiker auf die Band zu und brennen geradezu darauf, sich in das Projekt mit einbringen zu dürfen. Tatsächlich gibt es auf der Insel ein Studio, das die technischen
Wie es FAHRENHEIT 212 eigen zu sein scheint, überraschte die Band auch auf der Osterinsel ein Regenschauer, der sich gewaschen hatte. Beinahe ein ganzer Tag ging dabei verloren. Diejenigen, die wagemutig genug waren, sich trotz des wankelmütigen Wetters auf Erkundungstour zu begeben, bekamen die Retourkutsche zügig: Leihfahrzeuge sind zwar nicht immer unzuverlässig, aber in der Gruppe erfahrungsgemäß immer öfter. Gut, dass der Zufall sie bislang rettend immer wieder zusammen geführt hat. Viele Grüße Corinna
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Es ist Nachmittag auf der Isla de Pascua, besser bekannt als Osterinsel. Die Sonne lacht und lässt die den bisherigen Tag beherrschenden, unbarmherzig nieder prasselnden Regenschauer vergessen.
Ich muss dazu sagen, dass Musik eine zentrale Rolle im Alltag der Rapa Nui spielt und sowohl Talent als auch musikalisches Können an jedem Ort der Insel anzutreffen ist. Es ist schon eine sehr mystische Erfahrung, den Locals beim Musizieren zuzuhören. Am 5. April war es endlich soweit: die Reise führte die Band und ein Team aus Dokumentarfilmern, Fotografen und Journalisten zu Beginn in die chilenische Hauptstadt Santiago.
Dieses Konzert war nicht nur der Höhepunkt der bisherigen Reise, sondern auch eine Erfahrung der ganz besonderen Art: Carsten war die gesamte Zeit über darum bemüht, nicht vom Schemel zu rutschen und sein geborgtes, wenig standfestes Equipment während des Spiels stehen zu lassen. Ray griff in die Saiten, ohne selbst hören zu können, was er da eigentlich verzupft. Unbeirrt davon ließ er sich zu einem überschwänglichen Kniefall vor zwei kleinen Mädchen hinreißen, in dessen Folge er an den Verstimmungen seiner Gitarre zu knabbern hatte.
Voraussetzungen bieten würde, spontan einige musikalische Experimente zu wagen.
Ob es klappt, wird sich zeigen. Der Zuwendung der Fans und musikbegeisterten Einheimischen kann sich die Band nach den bisherigen Erlebnissen sicher sein. Im Weiteren besuchten die Musiker die Bürgermeisterin und die Gouverneurin der Insel, um das Projekt vorzustellen und ein Feedback zu erhalten.











