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Rapa Nui 2. Teil - Geburtstagsparty und Abschiedstränen
escrito por Corinna   
Donnerstag, 16 de April de 2009
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Kurz vor dem Abschied von der Insel bekam die Band völlig überraschend Gelegenheit, den Einheimischen noch ein Stück näher zu kommen. Die Einladung zu einer Geburtstagsfeier war Auftakt für eben das, wonach die Jungs mit ihrem Projekt unter anderem auf der Suche sind: das Zusammenspiel mit anderen Musikern und dem Ziel des kulturellen Austauschs.

Die anfängliche Distanz und Steifheit der coolen Rocker legten sich schnell, nachdem die Fünf – zwar wenig locker, dafür mit umso mehr Inbrunst – der Aufforderung zum Folkloretanz folgten. Trotzdem es an der Geschmeidigkeit ein wenig mangelte, waren die Bemühungen nett anzusehen, und zudem war das Eis gebrochen.

Ebenso wie die Musik im Mittelpunkt des Lebens der Rapa Nui steht, beherrschte sie auch diesen Abend. Mit Stolz gab die Combo MATATOA ihr Repertoire zum Besten und spannte unsere Jungs gleich mit ein: Carsten lernte, was es heißt, ohne Sticks zu trommeln – das mit dem Rhythmus bedarf noch etwas Übung! – Ray und Oli schnappten sich die Klampfen, und aus Leibeskräften gesungen haben am Ende irgendwie alle. Über Rudi Völler und Guantanamera möchte ich an dieser Stelle lieber kein Wort mehr verlieren!

Zu vorgerückter Stunde durften sich die "unbeweglichen" Gäste noch einmal ausgiebig an den kreisenden Hüften der bildhübschen Insulanerinnen erfreuen.

Am letzten Abend auf der Insel versüßten uns die Vermieter unserer Unterkünfte auf sehr emotionale Weise den traurigen Abschied: Sie hatten zum Grillabend eingeladen. Neben kulinarischen Leckerbissen wurde jeder Einzelne der Band und FAHRENHEIT-Familie mit kleinen Erinnerungsgeschenken überrascht. Schon die Tage vorher hatten die Gastgeber in ihrer großzügigen Art ihre Früchte und frisch gepresste Fruchtsäfte mit ihren Gästen geteilt. Aber an diesem Abend rührte uns ihre Herzlichkeit so sehr, dass die Tränen nur mit Mühe zurück zu halten waren.
Neben den reizvollen, teils atemberaubend schönen Landschaften und der ungewohnten Ruhe, die von der Insel ausgeht, hat sich diese unvoreingenommene Gastfreundschaft, diese Ehrlichkeit in jedem unserer Herzen auf ewig einen Platz erobert.

An dieser Stelle auch noch einmal erwähnt und keinesfalls vergessen: die unerwartete und beinahe unglaubliche Erfahrung der Band, auf offener Straße von wildfremden Menschen gegrüßt oder angesprochen worden. Auch die ständige Begegnung mit dem eigenen Band-T-Shirt wird den Musikern mit besonderem Stolz in Erinnerung bleiben.

Das musikalische Projekt entwickelte sich unerwartet und Stück für Stück in eine andere Richtung als erwartet. Die Zusammenarbeit mit HeReHaRa war und ist leider nicht so fruchtbringend wie erhofft. Aber die jungen Künstler auf Rapa Nui sind neugierig geworden und zeigten der Band deutlich ihr Interesse an gemeinsamen musikalischen Projekten. So wird das Projekt keinesfalls mit der Rückkehr nach Fürstenwalde.

Schneller als allen recht ist, gehört die Zeit auf Rapa Nui der Vergangenheit an, als sich Band und Team mit dem Flieger zurück nach Santiago begeben.

 
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