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FAHRENHEIT 212 rocken Santiago de Chile
Written by Corinna   
Sonntag, 19 April 2009
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Viel Zeit haben die Vorbereitungen auf diese Reise in Anspruch genommen, und jetzt gehören die drei Konzerte in Santiago de Chile leider auch schon der Vergangenheit an. Was für die Band jedoch unvergesslich bleiben wird, sind die Erlebnisse fernab der Heimat und die teils recht ungewohnten Eindrücke.

Das erste Konzert in der Hauptstadt wurde am 16.4. im Club La Batuta bestritten. Erst kurz vor dem Auftritt erfuhren die Jungs, dass es sich dabei um einen der angesagtesten Clubs in Santiago handeln würde, was sie durchaus mit Stolz erfüllen dürfe. Im Anschluss an die Bands Ratzinger und Huinca - und damit als Headliner des Abends - rockten die Fünf, was das Zeug hielt. Das Publikum dankte es ihnen mit südamerikanischer Begeisterung.

Am 17.4. machte der Club Rock & Guitarras seinem Namen alle Ehre. Rock vom Feinsten, mit einem tribute to Guns 'n' Roses als Höhepunkt, bei dem es kein Halten mehr gab und alle - und damit meine ich wirklich ALLE - von ihren Stühlen aufgesprungen waren und sich zu "Paradise City" mit vereinten Kräften heiser kreischten.

Im Oxido erfuhren die chilenischen Hardrockfans am 18.4. zum dritten und letzten Mal, dass auch deutsche Bands für Stimmung sorgen können. Düster, stickig und wenig einladend wirkend erlebte dieser Club trotz allem das Konzert, bei dem sich die Band losgelöstesten präsentierte. Und das äußerte sich nicht nur in der Tatsache, dass sich - mit Ray beginnend - die Jungs nach und nach ihrer Oberteile entledigten.

Die Band durfte an diesem Abend neben Fürstenwalder Freunden - Grüße an Gregor und Friederike! - auch Herrn Blasinger, Kulturattaché der deutschen Botschaft in Chile, und seine Gattin begrüßen.

Es war eine ganz besondere Erfahrung, das Publikum hier in Chile erleben zu dürfen. Es unterschied sich von dem in Deutschland mit seiner unkomplizierten und Neuem gegenüber völlig aufgeschlossenen Art.

Nach anfänglich neugierigen Blicken auf die teils exotisch wirkende Truppe vom anderen Ende der Welt kam man sich über die Musik schnell näher und ohne lästige Hemmschwellen überwinden zu müssen ins Gespräch.

Da Auftritte in Chile grundsätzlich nicht vor Mitternacht beginnen, endeten die Nächte in der Regel in den frühen Morgenstunden. Dies tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch - beinahe im Koma, aber glückselig fielen die Jungs nach jedem einzelnen Konzert in ihren wohlverdienten und inzwischen langsam auch notwendigen Schönheitsschlaf.


Ich bin überzeugt davon, dass ihnen diese Auftritte noch lange in Erinnerung bleiben werden!

 
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